




Mehrtagestour der Jugendgruppe des RSC Buchholz vom 02.07. bis 04.07.2010
Endlich Sommer!
Dies bedeutet für die Jugendlichen und auch für die Trainer der Mountainbikegruppe raus aus dem kurzen Trainingsabschnitten und hinein in die Mehrtagestour.
In diesem Jahr ging es am 02.07.2010 bei wunderschönem Sommerwetter (34 °C im Schatten) in das Eifeldorf (Freizeitpädagogisches Zentrum Bad Breisig). Start war am Freitag um 15.00 Uhr an der Kapelle in Rindhausen. Von hier aus starteten 16 Teilnehmer/innen mit ihren gut vorbereiteten Gebirgsrädern in Richtung Rhein. Die Topografie hat ein paar Höhenlinien bis zum Erreichen des ersten Zwischenziels auf der Erpeler Ley gelegt. Die ersten Höhenlinien wurden noch vor Windhagen gekreuzt, weiter ging es über Forstwege nach Hallerbach ohne mit den grobstolligen Reifen Schaden am wunderschönen Grün des Golfplatzes anzurichten. Bei dem Anstieg von Schweifeld nach Kalenborn konnte man die ersten Schweißperlen beobachten. Doch die weitere Strecke war über den Erpeler Kirchspielwald im schattigen Grün gewählt. Hier teilte sich die Gruppe. Die Größeren suchten die Herausforderung über die rasante Abfahrt ins Kasbachtal um mit dem Schwung „fast!“ die letzten breiten Höhenlinien der Erpeler Ley zu erklimmen. Oben angekommen trafen sich die beiden Gruppen bei einem erfrischenden Radfahrersnack, um dort die leeren Trinkflaschen wieder zu füllen.
Eine kurze Erläuterung der geschichtlichen Hintergründe der Erpeler Ley wurde durch den spontanen Abmarsch drastisch verkürzt. Wieder in zwei Gruppen geteilt fuhr man teils über Singletrails ins Tal nach Linz, wo die Rheinfähre auf unsere Radfahrer wartete. Von dort an führte die Strecke im überwiegend schattigen Radweg von Kripp nach Bad Breisig. Es war fast wie Autobahnfahren!
Im Eifeldorf fanden die leicht eingestaubten Radfahrer frisch bezogene Betten und eine wohltuende Dusche vor. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Grillen und letzte überschüssige Kräfte wurden bei einem Fußballspiel verbraucht. Gefahrene Strecke 46 km und 520 Höhenmeter.
Der automatische Weckdienst der Deutschen Bundesbahn und eine nicht zu überhörende Kettensäge (gegen 6.00 Uhr) machte es möglich, pünktlich um 8.00 Uhr am Frühstückstisch den weiteren Sonnenaufgang zu erleben. Schnell war allen klar, dass ein Tag ohne Bewältigung von Höhenlinien keinen Spaß versprach. Gemeinsam wurde das Schloß Ahrental als Ziel gesucht und gefunden. Wieder einmal zeigte sich, dass der Rhein im Tal und die Burgen auf dem Berg stehen. Eine Erfahrung, die unsere Biker 480 Höhenmeter und 25 km Geländefahren einbrachten. Das Fahren um den Auenberg herum erforderte viel Schaltarbeit und eine Menge Kraft aus der Trinkflasche. Neben dem Mountainbikefahren war an diesem Tage auch das Deutschland gegen Argentinien-Fußballspiel allen sehr wichtig. So wurde am frühen Nachmittag die Rückfahrt mit der Einkehr in eine Pizzeria abgeschlossen. Die wenigen Figurbewußten wählten natürlich einen Salat!
Das legendäre Fußballspiel wurde uns allen auf einer riesigen Leinwand präsentiert und so zu einem großen Event. Früh gingen die Lichter in den kleinen Eifelhäuschen an diesem Abend aus.
Der nächste Morgen. Fast keiner der Radfahrer wusste von den 48 km und 500 Höhenmeter, die an diesem Tage auf unsere jungen Fahrer warteten. Nach einem Frühstück in der leichten dunstigen Morgensonne nutzten die Biker das natürliche Gefälle des Rheintales von Bad Breisig nach Kripp. Wie bestellt wartete der Fährmann auf die Gruppe und setzte diese auf die andere Rheinseite nach Linz über. Die Technikinteressierten nutzten die Chance mit der über 50 Jahre alten Kasbachtalbahn von Linz nach Kalenborn zu zotteln. Hier entbrannte ein Wettlauf mit den restlichen Bikern. Diese versuchten der alten Technik mit 27 Gängen zu trotzen. In flotter Fahrt ging es bei steigenden Temperaturen das schmale Kasbachtal hinauf. Höhenlinien und auch Baumwurzeln wurden ignoriert. Wohl dem, der Fully oder mindestens eine Federgabel hatte! Leicht verschwitzt, aber glücklich erreichte die Gruppe den Bahnhof von Kalenborn, wo sie von den anderen mit einer Laola-Welle empfangen wurden. Langsam machten sich die verbrannten Kalorien bemerkbar und das aufkommende Hungergefühl wurde nach einer kurzen Fahrt am Hallerbach entlang, im Bürgerhaus in Windhagen gestillt. Die nun folgenden letzten Kilometer wurden wie zu Beginn der Tour bei strahlendem Sonnenschein mit einem Eis in Asbach beendet.
Wieder ist ein weiterer Höhepunkt in der Saison 2010 mit wenigen Blessuren absolviert worden.